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DIE ZEITSCHRIFT
FÜR ORGONOMIE

Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens.
Sie sollten es auch beherrschen.

WILHELM REICH

 



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Charles Konia
Vittorio Nicola

WAS IST ORGONOMIE?

Elsworth F. Baker, M.D.

The Journal of Orgonomy Elsworth F. Baker Commemorative Issue, 1986
The American College of Orgonomy

 

Die Orgonomie ist die Wissenschaft von den funktionellen Gesetzen der kosmischen Orgonenergie. Sie umfaßt die gesamte Natur, von den Lebewesen bis zu den Dingen in der Welt um uns herum, verschafft Einblicke und erlaubt das Interpretieren der natürlichen Funktionen aus Sicht dieser Energie.

Das ist keine gewöhnliche Energie wie Elektrizität oder Röntgenstrahlen, die sekundäre Energien, d.h. aus der Materie abgeleitete Energien sind. Sekundäre Energien sind die einzigen Energien, die die klassische Wissenschaft kennt, entsprechend fängt sie mit Wasserstoff-Atomen als den Bausteinen des Universums an. Aber die Wasserstoff-Atome selbst bestehen aus Energie – die masse-freie Urenergie, die ihnen vorausgeht – die kosmische Orgonenergie. Sie ist das Fundament der gesamten Natur und aus dieser Urenergie entwickeln sich alle Dinge. Sie muß deshalb potentiell all das enthalten, was nach ihr kommt: Leben, Intelligenz und Emotion.

Reich nannte sie Lebensenergie, denn sie erschafft Leben. Und sicherlich durchdringt Intelligenz die gesamte Schöpfung und ihre Funktionen. Was die Emotionen betrifft sieht man die Freude des Orgons, das im Sonnenlicht tanzt, seine Wut, wenn es in einem Gewitter brüllt und seine Traurigkeit, wenn es um den Dachsims herum stöhnt.

Um die Orgonenergie und die Orgonomie zu verstehen, müssen wir unsere Welt in einer völlig neuen Art und Weise betrachten und interpretieren. Reich nannte das Funktionalismus, d.h. Denken im Einklang mit der Natur, statt der rigiden einordnenden Betrachtungsweise des Mechanisten oder die Vision des Mystikers von übermenschlichen Kräften, die den Kosmos regieren.

Diese Wissenschaft wurde von Wilhelm Reich entwickelt, Freuds gefeierstem Schüler. In den kommenden Jahren wird er als einer der wirklich großen Männer der Welt erkannt werden. Er entdeckte die Urenergie als erstes im Lebendigen und nannte sie entsprechend „Orgon“ nach Organismus bzw. Orgasmus. Später entdeckte er, daß sie überall vorhanden ist, sogar im Vakuum.

Wahrscheinlich ist die grundlegendste Funktion in der gesamten Natur die Überlagerung. Wenn zwei lebende Ströme sich überlagern, formen sie Materie – wie die Spiralgalaxien zeigen; wenn sich zwei Lebewesen überlagern, entsteht neues Leben.

Ein zweites grundlegendes Merkmal ist die Pulsation. Dies ist im Lebendigen leicht zu beobachten, z.B. beim Puls, bei Herz und Lunge, aber sogar unbelebte Objekte pulsieren – die Erde weitet sich um einen halben Meter aus.

Eine dritte Grundfunktion, die man nur im Lebendigen beobachtet, ist die orgastische Zuckung. Energie sammelt sich im Organismus an durch die Aufnahme von Nahrung, Flüssigkeit und Luft und direkt durch die Haut. Sie wird entladen durch Aktivität, Ausscheidungen, emotionalen Ausdruck, den Vorgang des Denkens und durch Umwandlung in Körperwärme, die in die Umgebung abgegeben wird. Sie wird beim Wachsen verbraucht, bei Krankheit aufgebraucht. Im üblichen Verlauf der Dinge wird mehr Energie generiert, als entladen wird. Sollte dies anhalten, müßte der Organismus entweder kontinuierlich wachsen oder platzen. Um eine stabile Energieökonomie aufrechtzuhalten, muß überschüssige Energie in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen entladen werden. Das ist die Funktion des Orgasmus.

Die Orgonomie hat viele Fragen beantwortet, die Wissenschaftler bis heute verwirrt haben. Zum Beispiel: Warum drehen sich alle Himmelskörper? Was hält die Galaxien und Sonnensysteme zusammen? Wird das Universum für immer expandieren? (Nein, weil es pulsiert und sich jetzt einfach in der expandierenden Phase befindet.) Auch hat Reich das Energiefeld der Erde entdeckt, lange bevor die Astronauten es fotografiert haben. Man könnte mit vielen weiteren Beispielen fortfahren.

Solange sie vom Menschen ungestört blieb, hat die Natur eine gute und effiziente Balance erschaffen, die Leben unterstützt und die Harmonie erhält. Die Industrie behindert dieses Funktionieren und der Mensch zerstört die Erde rapide, indem er das natürliche Gleichgewicht aushebelt. Die Erde wird belastet und trocknet aus; Arten sind vom Aussterben bedroht. Diese Tendenz muß umgekehrt werden oder wir werden schließlich eine unfruchtbare Erde hinterlassen wie den Mars oder den Mond.

Es gibt vier Hauptbereiche in der Orgonomie und das American College of Orgonomy akzeptiert Ausbildungskandidaten aus jedem von ihnen. Das sind: die Naturwissenschaften, die biologischen Wissenschaften, die medizinischen Wissenschaften und die Sozialwissenschaften. Alle sind gleichermaßen wichtig für das Studium der Natur und die Erforschung der Orgonenergie-Funktionen. Alle können wesentlich zu den lebensbejahenden Zielen beitragen, für die die Wissenschaft der Orgonomie steht.